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Dienstag, 11. September 2012

Privat krankenversichert: Aller Anfang ist leicht

Viele ­Billigtarife für Einsteiger in die Private Krankenversicherung sind oftmals Lockangebote. €uro am Sonntag zeigt, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis besser ist.
von Martin Reim, Euro am SonntagDas Angebot sieht verlockend aus: „Private Krankenversicherung: Bestens versichert bereits ab 33 Euro!“ ist auf einem Internetbanner zu lesen. Einen Klick weiter ist der Nutzer auf einem Vergleichsportal mit Sitz im englischen Birmingham gelandet. Selbstständige können sich ausrechnen lassen, wie sie am günstigsten zum privaten Versicherungsschutz kommen.

Doch anders als Auto- oder Haftpflichtpolicen sind private Krankenversicherungen (PKV) eigentlich nichts für den Onlinekauf. Verbraucherschützer und andere Experten halten sie für die beratungsintensivste Versicherung überhaupt. Doch so genau analysieren potenzielle Kunden die Tarife nicht. Manch ein PKV-Unternehmen erzielt bis zu 80 Prozent seines Neugeschäfts mit Einsteigertarifen. „Ich halte das für ein Unding“, sagt Michael Franke. Geschäftsführer des Versicherungsanalysehauses Franke und Bornberg. „Da müsste eigentlich fett ein Risikostempel draufgeklebt werden. Stattdessen werben immer noch viele Vermittler aggressiv um Kunden, unter anderem über das Internet.“
Löcher beim Zahnersatz<br> Die Billigangebote seien fast immer mit erheblichen Leistungseinschränkungen verbunden: Gespart werde beispielsweise an Psychotherapien, Krankentransporten, Heilpraktikerleistungen oder dem Zahnersatz. Der Schutz sei oft schwächer als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hat ein Kunde solch eine Police, erhält er keine oder nur eine anteilige Erstattung von seiner Krankenversicherung und bleibt womöglich auf erheblichen Kosten sitzen.

Allerdings findet nach Frankes Beobachtung in der Branche gerade ein Umdenken statt: „Qualitätsmerkmale sollen mehr in den Vordergrund rücken und Lücken im Leistungskatalog geschlossen werden.“
Überzeugende Einsteigertarife bieten seiner Ansicht nach in wichtigen Versorgungsbereichen eine — wenn auch eingeschränkte — Grundleistung an. „Trotzdem sollte ein Abschluss genau geprüft und der spätere Wechsel in einen höherwertigen Tarif von vornherein fest eingeplant werden.“
Franke und Bornberg hat exklusiv für €uro am Sonntag zehn empfehlenswerte Einsteigertarife herausgefiltert. Voraussetzung für die Aufnahme in die Tabelle ist, dass der Tarif mindestens das Rating „FF–“ bekommt, was für „befriedigend“ steht. Wichtig: In das Rating fließen lediglich die tariflichen Leistungen ein, nicht jedoch die Prämienhöhe.
Die beiden empfehlenswertesten Tarife stammen von der AXA und der Nürnberger. Sie erreichen als einzige die Note „FF“. Preislich am günstigsten ist das Angebot der Hanse Merkur.


Schwabing-Bombe: Ungewissheit nach dem Knall

Versicherungen: Nicht alle Policen decken Schäden durch Blindgänger. Auch einige der Geschädigten der jüngsten Bombensprengung in München werden auf ihren Schäden sitzenbleiben.
von Samantha Meier, Euro am SonntagZwanzig Häuser wurden beschädigt, zwei davon sind nicht mehr bewohnbar. Das ist die Bilanz des vergangenen Dienstagabends, als im Münchner Stadtteil Schwabing eine knapp 70 Jahre alte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde.
Wer für die Schäden aufkommt, ist unklar. Betroffene, die sich an ihre Hausrat-, Gebäude- und Glasversicherung wenden, sollten vorher die Versicherungsbedingungen lesen und auf Kulanz hoffen. Schäden durch Kriegswaffen sind in den meisten Verträgen ausgeschlossen, erklären sowohl der Bund der Versicherten als auch die Allianz, deren Versicherte auf Geld hoffen können.
Insbesondere durch eine Entschärfung von Blindgängern verursachte Schäden sind laut der Versicherungsrating-Agentur Franke und Bornberg in den wenigsten Fällen abgesichert. Die Haftpflichtversicherung des Eigentümers des Grundstücks, auf dem die Bombe gefunden und gesprengt wurde, greift jedenfalls nicht.
Immer wieder müssen Weltkriegsbomben entschärft werden. Experten vermuten, dass noch Zigtausende Blindgänger im Bundesgebiet in der Erde liegen.

Immer weniger Menschen ohne Krankenversicherung

Die Versicherungspflicht scheint zu greifen: Nur noch 0,2 Prozent der Bundesbürger hatten 2011 keine Krankenversicherung.
Insgesamt waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag im vergangenen Jahr 137.000 Menschen nicht krankenversichert. Das waren 30 Prozent weniger als bei Einführung der gesetzlichen Neuregelung 2007. Damals hatten 196.000 Menschen in Deutschland keinen Anspruch auf Krankenversorgung.
   Selbstständige und Erwerbslose waren - ebenso wie vor vier Jahren - besonders häufig nicht versichert. Jeweils rund 0,8 Prozent von ihnen hatten 2011 keine Krankenversicherung. "Damit waren diese beiden Personengruppen in etwa viermal so häufig ohne Krankenversicherungsschutz wie die Bevölkerung insgesamt", berichtete Destatis-Mitarbeiter Robert Herter-Eschweiler. Zwei Drittel der Betroffenen seien Männer.

Zurich: Versicherung gegen Teuerung


Zurich Schweiz bringt erstmals  eine Einmaleinlage-Lebensversicherung auf den Markt, die Schutz vor Inflation bietet. Die Police ist bis November erhältlich.
Für Kunden, die sich gegen die Auswirkungen von Inflation schützen wollen und gleichzeitig von den Privilegien einer Lebensversicherung profitieren möchten, hat Zurich Schweiz eine Vorsorgelösung für die Säule 3b (freie Vorsorge) entwickelt.
Die neue, vierte Auflage der Lebensversicherungs-Produktreihe CapitalCertificate hat eine feste Laufzeit von zehn Jahren und ist an ein Zertifikat gekoppelt, das breit diversifiziert in verschiedene Anlageklassen in mehreren Ländern investiert. Der Fokus liegt dabei auf Realwertanlagen: Immobilien, Gold und Rohstoffe gelten als klassischer Inflationsschutz. Aber auch Aktien und inflationsgeschützte Anleihen sollen zum Vermögenserhalt in Zeiten der Inflation beitragen.
Ein monatliches Rebalancing soll sicherstellen, dass das Zertifikat immer auf die jeweilige Lage der Finanzmärkte ausgerichtet ist.
«Die aktuelle Tranche von CapitalCertificate ist die erste Lebensversicherung, die auch in einem inflationären Umfeld das Vermögen schützt», sagt Mark Tschochner, Leiter Produktentwicklung Einzelleben von Zurich Schweiz. «Nominalwertgarantien sind dazu im aktuell historisch tiefen Zinsumfeld weniger geeignet.»
Im Erlebensfall zahlt Zurich den Wert der Anteile aus; im Todesfall zahlt Zurich an die Begünstigten 120 Prozent der Einmaleinlage aus. Der Wert der Anlagen ist auch bei Ausfall des Emittenten vollständig gedeckt. 
Die vierte Tranche von CapitalCertificate kann bis zum 19. November 2012 gezeichnet werden. Rechtsträger von CapitalCertificate sind die Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG und die BNP Paribas.

Vaudoise: Nichtleben sorgt für Gewinnsprung


Mit einem Nettogewinn von 62,6 Millionen Franken konnte die Versicherung ihr Vorjahresresultat um 14,7 Prozent steigern. Auch die Anlageerträge nahmen zu.
Während der Nichtlebenbereich zum Florieren der Vaudoise Gruppe beiträgt, wird das Engagement der Versicherung im Lebenbereich zurückgeschraubt. Letztere Sparte nahm im ersten Halbjahr 2012 noch 319,3 Millionen Franken an Prämien ein, im Vorjahr waren es mit 457,2 Millionen Franken noch rund 30 Prozent mehr gewesen.
Dieser Rückgang ist auf eine bewusste Reduktion des Angebots von klassischen Lebensversicherungen zurückzuführen, die laut der Vaudoise auf die historisch tiefen Zinssätze zurückzuführen ist.
Nichtleben beflügelt
Demgegenüber konnte das Nichtlebengeschäft an Prämieneinnahmen zulegen. Die Versicherung verbuchte einen Anstieg der gebuchten Nettoprämien in diesem Bereich um 3,5 Prozent, während die verdienten Prämien mit 356,5 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegten.
Auch positiv zum Ergebnis beigetragen hat das Anlageergebnis der Gruppe. Die Nettorendite der Anlagen auf eigene Rechnung belief sich auf Ende des ersten Semesters 2012 auf 2,2 Prozent. Im Vorjahr lag die Rendite noch bei 1,4 Prozent.
Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet
«Wir freuen uns, einen Anstieg des Eigenkapitals der Gruppe auszuweisen und gleichzeitig eine Politik der Weiterverteilung der Überschüsse an unsere Versicherten der Vaudoise Allgemeinen umsetzen zu können. Besonders deutlich war das Wachstum in den Nichtlebenbranchen. Im Bereich der Lebensversicherungen haben wir uns entschieden, unser Angebot an traditionellen Produkten zu reduzieren, um der aktuellen Marktlage Rechnung zu tragen», erläutert Philippe Hebeisen, Generaldirektor der Gruppe, das Semesterergebnis in einer Pressemitteilung.
Das erfreuliche Ergebnis lässt die Versicherung positiv in das zweite Halbjahr blicken. Die Vaudoise geht von einem Ganzjahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres aus.

EANS-Adhoc: UNIQA Versicherungen AG / UNIQA schafft börsefreundliche Konzernstruktur


UNIQA Group schafft neue, straffe Konzernstruktur als Vorbereitung auf den geplanten Börsegang (Re-IPO) - Aufsichtsrat genehmigt Kapitalerhöhung der UNIQA Versicherungen AG für den Erwerb der Anteile von Austria Privatstiftung und Collegialität an der UNIQA Personenversicherung AG
Die UNIQA Group bereitet sich konsequent auf den geplanten Börsegang (Re-IPO) vor. Wie angekündigt setzt die UNIQA Group nun die nächsten Schritte, um die Konzernstruktur zu straffen und damit börsefreundlicher zu gestalten: UNIQA Sachversicherung AG und CALL DIRECT Versicherung AG werden mit UNIQA Personenversicherung AG als aufnehmender Gesellschaft verschmolzen und diese gleichzeitig in UNIQA Österreich Versicherungen AG umbenannt.
Im Vorfeld dieser Umgründung bringen Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung (Austria Privatstiftung) und Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit (Collegialität) ihre direkten Beteiligungen an der UNIQA Personenversicherung AG von gemeinsam rund 36,61 Prozent in die börsennotierte Holding UNIQA Versicherungen AG ein. Der zugrundeliegende Sacheinlage- und Einbringungsvertrag wurde bereits am 26. Juni 2012 unterzeichnet (siehe auch ad hoc Meldung vom 26. Juni 2012).
Mit der Übernahme der Anteile von Austria Privatstiftung und Collegialität durch UNIQA Versicherungen AG wird die UNIQA Personenversicherung AG (künftig UNIQA Österreich Versicherungen AG) zu einer 100-Prozent-Tochtergesellschaft der Holding. Das Ergebnis der künftigen UNIQA Österreich Versicherungen AG wird damit im vollen Umfang im Konzernergebnis der UNIQA Group enthalten sein, da keine Minderheitenanteile mehr abgezogen werden.
Als Gegenleistung für die Einbringung ihrer Anteile erhalten Austria Privatstiftung und Collegialität 21.279.295 bzw. 2.364.340 neue Stückaktien der UNIQA Versicherungen AG.
Aufsichtsrat hat Kapitalerhöhung um 23,6 Millionen neue Aktien genehmigt Der Aufsichtsrat der UNIQA Versicherungen AG hat am 11. September 2012 dem Beschluss des Vorstands vom 11. September 2012 zugestimmt und die Ausgabe von 23.643.635 neuen Aktien und damit die Erhöhung des Grundkapitals auf 214.247.900 Euro genehmigt. Diese Kapitalerhöhung erfolgt aus dem verbleibenden von der Hauptversammlung genehmigten Kapital. Rechtlich umgesetzt wird die Maßnahme mit der Firmenbucheintragung voraussichtlich am 15. September 2012. Die neuen Aktien sind für das gesamte Jahr 2012 dividendenberechtigt. Eine Notierung der neuen Aktien im Segment Prime Market der Wiener Börse ist beabsichtigt.
Nach dem Einbringen der Anteile an der UNIQA Personenversicherung ergeben sich folgende Anteilsverhältnisse an der UNIQA Versicherungen AG: RZB-Konzern 43,80 Prozent, Austria Beteiligungs-Verwaltung 35,05 Prozent, Austria Privatstiftung 9,93 Prozent, Collegialität 3,34 Prozent, Streubesitz-Aktionäre 7,51 Prozent, eigene Aktien 0,38 Prozent. Die Kontrollverhältnisse an der UNIQA Versicherungen AG bleiben unverändert. RZB-Konzern, Austria Privatstiftung, Austria Beteiligungs-Verwaltung und Collegialität werden gemeinsam 92,11 Prozent der Stimmrechte halten.
Die UNIQA Österreich Versicherungen AG startet im Oktober Nachdem die UNIQA Versicherungen AG die Anteile der UNIQA Personenversicherung AG erworben hat, werden UNIQA Sachversicherung AG und CALL DIRECT Versicherung AG mit UNIQA Personenversicherung AG zur UNIQA Österreich Versicherungen AG verschmolzen. Rechtlich wirksam wird dies - vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen - voraussichtlich im Oktober 2012 mit der Eintragung im Firmenbuch.
Auch die bisher von UNIQA Versicherungen AG gehaltenen Anteile an der Salzburger Landes-Versicherung AG werden in die UNIQA Österreich Versicherungen AG eingebracht. Die Salzburger Landes-Versicherung AG wird damit zur 100-prozentigen Tochtergesellschaft von UNIQA Österreich Versicherungen AG.
Die UNIQA Österreich Versicherungen AG wird gemeinsam mit ihrer Tochter Salzburger Landes-Versicherung AG über 9 Landesdirektionen und 320 Kundenservice-Center (Versicherer vor Ort) verfügen und bereits bei ihrem Start mehr als 2,4 Millionen Kunden in Österreich betreuen. Der Vorstand von UNIQA Österreich Versicherungen AG setzt sich unverändert folgendermaßen zusammen: Hartwig Löger (Vorstandsvorsitzender; Vertriebsmanagement), Silvia Harfmann (Prozessmanagement), Peter Eichler (Fachmanagement Personenversicherung), Robert Wasner (Fachmanagement Sachversicherung).
Die Raiffeisen Versicherung, mit Klaus Pekarek als Vorstandsvorsitzendem, bleibt unverändert eine 100-Prozent-Tochter von UNIQA Versicherungen AG und ist eine Schwestergesellschaft von UNIQA Österreich Versicherungen AG. Sie richtet sich konsequent an den Bedürfnissen der Raiffeisenbanken und ihrer Kunden in Österreich aus.
Die FINANCE LIFE Lebensversicherung AG wird als 50:50 Tochter von UNIQA Österreich Versicherungen AG und Raiffeisen Versicherung AG wie bisher fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen für die Vertriebswege von UNIQA Österreich und Raiffeisen Versicherung anbieten.
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen: Diese Mitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der UNIQA Group beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller uns zum aktuellen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr kann für diese Angaben daher nicht übernommen werden.

Ergo: Verbraucherunfreundliche Produkte gestoppt


Die Insassenunfallversicherung und die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR) werden vom Ergo-Konzern nicht mehr angeboten. Damit nimmt der Düsseldorfer Versicherer zwei Produkte vom Markt, die immer wieder von Verbraucherschützern kritisiert wurden. So ist die Insassenunfallversicherung seit einigen Jahren eigentlich überflüssig. Verletzte Insassen werden nämlich bei selbstverschuldeten Unfällen von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrzeuges erfasst. 

Daher ist es nur konsequent, dass die Ergo künftig auf eine Fahrerunfallversicherung setzt. Das Produkt deckt tatsächlich eine Lücke, denn der Fahrer ist bei einem selbstverschuldeten Unfall für seine Personenschäden nicht abgesichert. Eine Insassenunfallversicherung wirkt hingegen lediglich als Zusatzschutz, weil sie als Summenversicherung nicht auf andere Leistungen angerechnet wird. Als Ausschnittsdeckung - gezahlt werden nur Invaliditätsschäden, die beim Gebrauch eines Kfz entstehen - ist diese Police seit Jahren ein lukratives Geschäft für die Assekuranz. Die Schadenquote liegt laut Branchenangaben unter 20 Prozent. 2011 erlösten 90 Anbieter mit dem problematischen Produkt immerhin vor Kosten noch einen Gewinn von 84,6 Millionen Euro. 


Sparvorgang von Risikoschutz trennen Als viel zu teuer und intransparent wird auch die UBR seit Jahren von Verbraucherschützern kritisiert. Bei der UBR handelt es sich um eine Kombination aus einer Unfall- und Kapitallebensversicherung. Die eingezahlten Beiträge werden nach Ablauf des Vertrages in voller Höhe zurückerstattet. Laut Ergo waren die Bedenken der Verbraucherschützer mit ausschlaggebend dafür, das Produkt einzustellen. "Der reine Unfallschutz bietet eine größere Flexibilität als die UBR, bedingt durch ihre lange Laufzeit." Zudem würden sich die Kunden verständliche und klare Produkte wünschen. 

Wie wenig die Kunden eine UBR verstehen, zeigte der Vertriebsskandal, der im vorigen Jahr aufgedeckt wurde. Danach hatte der Ergo-Konzern zeitweilig aus dem Rückkaufswert von beitragsfreigestellt Lebensversicherung eine UBR mit Einmalzahlung verkauft. Für die Kunden in aller Regel ein schlechtes Geschäft. Darüber wurden sie aber nicht ausreichend aufgeklärt. Daher hatte die Ergo nach dem die Vorwürfe bekannt wurden, 2011 insgesamt 5.000 betroffene Kunden angeschrieben und eine Rückabwicklung angeboten. Überraschenderweise wurde Angebot wurde gerade man von 23 Kunden oder 0,46 Prozent angenommen. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Umdeckung von den meisten wohl nicht verstanden wurde. Künftig will die Ergo auf einen Unfallschutz setzen, der in jeder Lebensphase angepasst werden. Er bietet zudem Assistenzleistungen, wie ein Nachsorgeprogramm für Schwerstverletzte.


Verbraucherfreundlich umdecken Der Ergo-Ausstieg ist für Vermittler ein gutes Argument gegen beide Versicherungsarten. Es dürfte allein bei der Insassenunfallversicherungen noch einige Millionen Kunden geben, die besser auf eine Fahrerunfallversicherung oder die mittlerweile schon von rund 30 Unternehmen angeboten Fahrer-Schutz-Versicherung (VSV) umsteigen sollten. Die VSV wirkt wir ein Vollkaskoschutz für Personen, indem sie einen Haftpflichtschutz für den Fahrer simuliert. Sie ist aber - aus Kundenbindungsgründen - nur in Kombination mit der Autoversicherung erhältlich. Auch die UBR-Policen sollten möglichst in normale Unfallversicherungen umgewandelt werden. Wichtig ist dann, dass gerade für ältere Personen die unfallbedingte Mitwirkungsschwelle von Krankheiten oder Gebrechen möglichst hoch liegt. Am Markt sind etwa bei der VHV oder Gegenseitigkeit bereits 50 Prozent möglich. Der frei werdende Sparanteil kann besser investiert werden. Etwa in eine Pflegevorsorge.

Ab 1. Januar 2013: Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz


Ab dem kommenden Jahr gilt das sogenannte Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz, das sowohl für Pflegebedürftige selbst als auch für ihre Angehörigen eine Neuerungen mit sich bringt. Die Stiftung Warentest hat in einer aktuellen Mitteilung alle wichtigen Neuerungen zusammengefasst.
Viele Betroffene warten lange auf eine Einstufung in die Pflegestufe, dies soll sich jetzt ändern. So ist die Pflegeversicherung zukünftig verpflichtet, innerhalb von maximal fünf Wochen über die Pflegebedürftigkeit eines Versicherten zu entscheiden. Dauert die Entscheidung länger, erhält der Pflegebedürftige für jeden Tag Verzögerung 10 Euro.
Außerdem wird die Pflegeversicherung zukünftig nicht nur die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung für Pflegebedürftige bezahlen, sondern auch zusätzliche Leistungen der häuslichen Betreuung. Hierzu gehört z.B. Hilfe beim Spazierengehen oder Vorlesen. Pflegebedürftige, die an Demenz erkrankz sind, erhalten grundsätzlich etwas höhere Leistungen. In Pflegestufe I entspricht dies z.B. 70 Euro mehr Pflegegeld monatlich. Pflegebedürftige, die in selbstorganisierten Wohngemeinschaften leben, werden zukünftig einen Gründungszuschuss erhalten. Außerdem zahlt die Pflegeversicherung ihnen eine Pauschale von 200 Euro pro Monat, mit der sie eine Fachkraft bezahlen können, die sie bei der Organisation unterstützt.
Angehörige, die ihre kranken Verwandten pflegen, erhalten zukünftig auch dann das Pflegegeld weiter, wenn sie die Pflegebedürftigen in Kurzzeitpflege geben. Die Zahlung wird bis zu vier Wochen pro Jahr fortgesetzt.
Insgesamt erhalten Pflegebedürftige und Pflegende also mehr Leistungen, doch auch der Beitragssatz für gesetzlich Versicherte steigt an: Ab 2013 müssen Versicherte statt bisher 1,95% ihres Monatsbruttoeinkommens nun 2,05% Pflegeversicherungsbeitrag bezahlen. Kinderlose Versicherte zahlen ab dem Stichtag 2,3% statt wie bislang 2,3%. Um die Pflegekassen zu entlasten, will die Bundesregierung die private Pflegevorsorge unterstützen. Deshalb erhält jeder, der eine private Pflegetagegeldversicherung abschließt, eine staatliche Zulage in Höhe von 5 Euro monatlich.

Folgekosten des Immobilienerwerbs nicht unterschätzen


Die meisten Bauherren und Immobilienkäufer setzen bei der Immobilienfinanzierung vergleichsweise viel Eigenkapital ein. Damit ist nicht gemeint, dass sie hohe Beträge einsetzen. Vielmehr ist die Verhältnismäßigkeit gemeint: Von den Ersparnissen bleibt kaum Geld über, das als finanzielle Reserve dient.

Dabei ist solch eine Reserve ungemein wichtig: Sowohl Bauvorhaben als auch Immobilienkauf ziehen oftmals unerwartete Kosten nach sich. Infolge kann die Haushaltskasse stark belastet werden. Teilweise genügen die Rücklagen nicht, wodurch es zwangsläufig zu einem Finanzproblem kommt. Dieses Problem wird meist mit der Aufnahme eines Kredits gelöst, was jedoch nicht gerade die beste Lösung ist. Nicht selten ziehen entsprechende Kredite hohe Zinskosten nach sich.
Besser ist es, eine größere Rücklage zu bilden bzw. die Folgekosten des Immobilienerwerbs besser einzuschätzen. Es genügt nicht, lediglich den Kaufpreis und die typischen Nebenkosten zu berücksichtigen. Wer in eine andere Immobilie zieht, stößt dort meist nach kurzer Zeit auf Mängel, die behoben werden sollen – zumindest bei Bestandsobjekten. Bauherren entdecken wiederum andere Dinge, die Kosten verursachen.
Auch den Kauf neuer Möbel oder eine Renovierung sollte man finanziell nicht unterschätzen. Mit Leichtigkeit können die Kosten ein Vielfaches dessen betragen, mit dem man zuerst gerechnet hatte. Dementsprechend ist es möglich, dass die Haushaltskasse enorm unter Druck gesetzt wird.
Damit es nicht soweit kommt, sollten sich angehende Immobilieneigentümer sehr genau mit dieser Thematik auseinandersetzen bzw. sich Gedanken darüber machen, welche Kosten entstehen können und wie hoch diese tatsächlich ausfallen. Diese Arbeit mag zwar mühselig erscheinen und einigen Leuten unnötig erscheinen, doch am Ende trägt sie dazu bei, das Projekt Eigenheimerwerb abzusichern und unnötige Kosten zu vermeiden.

Riester-Sparer steigen zunehmend häufiger aus


Die private Altersvorsorge ist in den vergangenen Jahren eines der großen Themen in der Finanzbranche gewesen. Zahlreiche Unternehmen konnten von diesem Trend profitieren, indem sie Vorsorgeprodukte unter das Volk gebracht haben. Ganz besonders Finanzlösungen, die an eine Riester-Förderung gekoppelt sind, verkauften sich außerordentlich gut.

Bei den Bürgern kam das Riester-Konzept auch außerordentlich gut an. Die Grundidee, nämlich für das Alter zu sparen und gleichzeitig einen Zuschuss zu halten, hat viele Leute überzeugt. Doch allmählich ändert sich die Situation. Aufgrund der gesunkenen Marktzinsen stellen sich zunehmend mehr Riester-Sparer die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, in die Policen einzuzahlen. In Anbetracht der extrem niedrigen Zinsen kommen leicht Zweifel auf.
Diese Zweifel scheinen es in sich zu haben. Aus Versicherungskreisen ist zu hören, dass zunehmend mehr Personen damit aufhören, ihre privaten Rentenversicherungen zu besparen. Anstatt in die Versicherungen einzuzahlen, verwenden sie das Geld für andere Zwecke. Die Begründung für dieses Verhalten ist meistens dasselbe: Die Sparer wünschen sich eine höhere Rendite.
Eine Lösung konnten die Finanzdienstleister für dieses Problem bislang nicht finden. Zumal es sich um ein grundlegendes Problem handelt. Aufgrund der Lage an den internationalen Finanzmärkten sind die Zinsen in den Keller gerutscht – und im Hinblick auf die Wirtschaft scheint sich auch nicht so schnell etwas an der aktuellen Situation zu ändern. Voraussichtlich wird es noch viele Jahre dauern, bis die Zinsen wieder anziehen.
Allerdings rechtfertigt dieser Ausblick einen Ausstieg aus Riester-Policen nur bedingt. Eines der größten Probleme besteht darin, dass es kaum Alternativen gibt. Zwar gibt es Anlageformen, die mehr Rendite versprechen, allerdings liegen die Risiken dann wesentlich höher und außerdem sind keine Zuschüsse erhältlich. Da bleibt als Alternative im Prinzip nur noch das Eigenheim, denn Baufinanzierungskunden profitieren von den aktuellen Niedrigzinsen.

Interessantes: Auch Imker sollten eine Haftpflichtversicherung haben


Schon mehrfach haben wir im Blog darauf aufmerksam gemacht, wie enorm wichtig es ist, dass man als Privatperson über den Schutz einer Haftpflichtversicherung verfügt. Die private Haftpflichtversicherung ist von hoher Bedeutung, denn letztlich deckt sie Risiken ab, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zwar eher gering ist – doch wenn es zum Schadensfall kommt, braucht man den Schutz, weil sonst der finanzielle Ruin droht.

Es gibt verschiedene Aktivitäten, die das Vorhandensein eines Versicherungsschutzes zusätzlich unterstreichen. Dies gilt unter anderem auch für Imker. Zwar ist nur ein äußerst kleiner Teil der Bevölkerung in diesem Segment tätig bzw. üben nur wenige Bürger dieses Hobby aus, aber deshalb kann noch lange nicht auf einen Versicherungsschutz verzichtet werden.
Wer als Imker tätig ist, sollte unbedingt auf einen Haftpflichtschutz blicken können. Schließlich ist man für Tiere verantwortlich – und zwar für Tiere, deren Verhaltensweise man nur relativ schlecht beeinflussen kann. Es kann durchaus vorkommen, dass sich ein Bienenschwarm auf Reisen begibt und unterwegs einen erheblichen Schaden anrichtet. Sollte der Schwarm einem Imker zugeordnet werden können, wird es unter Umständen richtig teuer.
Da ist es besser, kein Risiko einzugehen und bewusst auf einen Versicherungsschutz zu setzen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Vereinzelt besteht die Möglichkeit, eine Abdeckung über die private Rechtsschutzversicherung zu erlangen. Des Weiteren ist es möglich, Mitglied bei einem Imkerverein zu werden. Dort können Imker ihre einzelnen Bienenstöcke versichern und von einem umfassenden Versicherungsschutz profitieren.
Generell lässt sich sagen, dass es meist sogar besser ist, auf die Versicherung des Vereins zu setzen. So ist man nicht einfach nur abgesichert, sondern man hat außerdem einen Verein oder sogar Verband im Rücken, der bei Fragen oder ernsthaften Angelegenheiten gute Unterstützung leistet.